Wenn Kinder Motorsport betreiben


Schon vor einem Jahr lag mir mein Sohn in den Ohren, er möchte gerne mit dem Quad-Sport anfangen und seither hat seine Begeisterung für diese Idee auch noch nicht nachgelassen. Ich wollte das zuerst nicht, weil ich es zu gefährlich finde, ein Kind mit solch einem Gerät fahren zu lassen. Als wir dann aber vor einigen Wochen auf einer Messe waren, wurden dort auch Kinderquads angeboten, und da die Gelegenheit günstig war, habe ich versprochen, mir das Ganze wenigstens einmal in Ruhe anzusehen.


Kurzerhand entschloss ich, meinen Sohn eine kleine Probefahrt machen zu lassen und mir das einmal anzuschauen. Ich war wirklich überrascht, was ich da zu sehen bekam. Einmal davon abgesehen, dass er zunächst vom Anbieter eine sehr gute Schutzausrüstung angezogen bekam, hat er mich mit seinem Können wirklich begeistert, es scheint ihm in die Wiege gelegt worden zu sein, zu fahren. Wie ein kleiner Meister wirkte er auf seinem Quad. Also habe ich mich entschlossen, ihm seinen Willen zu lassen, er bekam sein Quad mit allem, was dazugehört und darf jetzt richtig damit fahren.


Das eine oder andere Mal gab es natürlich schon kleinere Verletzungen, allerdings hat er vor wenigen Tagen auch einen Wettbewerb zwischen mehreren Kindern mit seinem Können gewonnen, unter denen er noch der war, der die kürzeste Zeit sein eigenes Quad hat. Ich kann also auf jeden Fall stolz auf meinen Sohn sein, und er auf seine Fahrkünste. Er plant schon jetzt, welche Quads er sich gerne kaufen möchte, wenn er alt genug dafür ist und die entsprechenden Führerscheine machen darf.


Ich lasse ihn träumen, denn spätestens seit seinem Preis weiß ich, dass er es wirklich kann, dass er Spaß daran hat und es eine gute Entscheidung war, Risiken bringen schließlich alle Sportarten mit sich, so viel ist sicher und beim Fußball gibt es mehr Blessuren an einem einzigen Tag.


Autor: Jürgen S./ Zweinaundorf



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