Mit dem Quad durch Norditalien
Letztes Jahr im Sommer war es endlich soweit: mit meiner Quad-Gruppe hatte ich einen Ausflug nach Italien geplant. Mit unseren Quads wollten wir das Land erkunden und neue Strecken kennenlernen. Auf die Idee kam ich, als ich in einem Quad Portal Berichte darüber gelesen hatte. Auch von Freunden und Bekannten hatte ich viel Positives über Quad Touren erfahren. Somit habe ich durch einen Veranstalter die Tour geplant. Treffpunkt war am Comer See in Italien. Doch schon die Fahrt dahin war ein echtes Desaster. Schlechtes Wetter, kränkelnde Fahrer und ein Sturz mit Armbruch verhießen nichts Gutes für die langersehnte Tour. Der Fahrer musste mit seiner Verletzung natürlich ins Krankenhaus und schied somit aus unserer Truppe aus.
Nach fast 12 Stunden Fahrt kamen wir am Comer See an und trafen uns dort mit dem Veranstalter. Der erzählte uns bei einer Runde Kaffee und Kuchen, wie die kommenden Tage und Nächte aussehen werden. Unsere Tour würde durch die Hügel- und Berglandschaften Norditaliens führen, über Schotter- und Waldwege der etwas übleren Art. Doch wir ließen uns davon nicht abschrecken. Am Abend schlugen wir unsere Zelte in einem nahegelegenen Zeltplatz auf. Schon früh am nächsten Morgen ging es weiter. Und der Veranstalter hatte nicht zu viel versprochen. Die Strecken Richtung Norden wurden immer holpriger und die Schlaglöcher immer größer. Nach und nach gewöhnte man sich jedoch daran. .
Nach den 3 Tagen sahen unsere Quads schrecklich aus. Dreckig, sandig und kaum noch wiederzuerkennen. Und die negative Vorahnung während der Hinfahrt nach Italien zog sich auch leider durch die Tour. Das Wetter blieb unbeständig und kühl, ein Freund von uns bekam einen Motorschaden, ein weiterer verfuhr sich bei einer Alleinfahrt und landete schließlich in der Schweiz. Am Ende blieben nur ich und ein Kollege übrig. Trotzdem fand ich die Tour sehr gelungen und würde es immer wieder tun. Doch würde ich lieber eine andere, nicht ganz so zerstörte Route wählen.
Autor: Alexander H./ Storkow