Mit dem Allrader ab durch die Wüste


Früher hieß sie Rallye Paris-Dakar, heute nur noch Rallye Dakar und führt größtenteils durch die afrikanische Wüste. Dabei handelt es sich nicht um ein Offroad Training oder ATV Offroad, sondern um ein echtes Offroad Paket, bei dem Mensch und Allrad alles abverlangt wird. 2009 war ich dabei! Die Rallye Dakar wurde das erste Mal in Südamerika ausgetragen und ich war mit meinen Jeeps von Mitsubishi dabei, als sie am 3. Januar in Buenos Aires startete! 6.000 Kilometer quer durch Argentinien und Chile lagen vor mir.


Unbekanntes Terrain und trotz aller Erfahrung und Vorbereitung blieb die Ungewissheit vor Wetter, Strecke und Versorgung. Werde ich die Strapazen aushalten? 15 Tage täglich 4x4 in extremsten Outdoor? Wird mein Team zuverlässig arbeiten und dem Stress widerstehen? Schaffe ich die festgesetzten Zeitlimits oder versagt mein Allrad? Es interessiert niemanden, ob ich wenig oder gar keinen Schlaf bekomme, ankommen ist das Ziel und immerhin fallen durchschnittlich 50 Prozent aller Teilnehmer aus oder geben auf.


Um es kurz zu sagen: Es ging! Dank dem Ruhetag in Valparaíso, den ich zum Ausschlafen nutzte und mein Team, um meinen Geländewagen optimal zu reparieren, denn er hatte gelitten. Die geografische Vielfalt aus extrem heißen Höhen, wo es im Schatten der Sechstausender nachts erbärmlich kalt wird und die trockenste Wüste der Erde in Atacama, durch die ich zweimal musste, durchfuhr ich, von einigen kleinen Pannen abgesehen, recht souverän.


Die Dünenfelder waren mörderisch, denn hier ist es nicht nur heiß, und nachts 40 Grad kälter, sondern die Luft ist grausam trocken. Eine besondere Herausforderung für die Elektronik des Motors meines Pajero. Die dünne Luft tat ihr Übriges, denn hier musste ein Sensor dauernd die Höhenlage messen und wir die Drehzahl und die Motorelektronik ständig regulieren, was natürlich Zeit, Nerven und Aufmerksamkeit kostet – aber ich kam an! Es war zwar spät, aber pünktlich am 18. Januar 2009 fuhr ich am Präsidentenpalast in Buenos Aires vor!


Autor: Sascha G./ Potsdam



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