Mein Mountainbike Urlaub in Österreich
Ich fahre schon seit Jahren in den Sommermonaten nach Österreich zum Mountainbiken, doch am Hochkönig war ich bisher noch nie gewesen. Weil meine Freunde aber so von der Region geschwärmt haben, bin ich in der ersten Juniwoche mit meiner Familie nun doch einmal an den Hochkönig gefahren. Wir haben in einem schönen Club gewohnt. Die Kinder wurden den ganzen Tag betreut. Meine Frau schloss sich geführten Wandertouren an und ich fuhr Mountainbike, aber alleine, obwohl ich mich auch den geführten Mountainbike Touren des Clubs hätte anschließen können.
Viele Mountainbiker waren Anfang Juni jedenfalls noch nicht unterwegs, was ich sehr schön fand. Überhaupt ist wenig los in der Region. So wenig, dass man auch schon mal übermütig wird und Kurven schneidet. So hatte ich auch einmal fast einen Unfall, als ich nach einer drei Stunden Bergauffahrt nun endlich den Berg hinunterfahren konnte und dabei die Kurven so gefahren bin, wie es mir gefiel. Ich war der König der Berge. Doch dabei kam mir ein Jeep entgegen und fast wäre ich auf ihn draufgefahren.
Der Fahrer war unglaublich wütend auf mich. "Ja woas bist halt du für oan Oarschloch?" hat er mich gefragt. Und recht hat er gehabt, das war leichtsinnig von mir gewesen. Aber zum Glück ist ja nichts passiert. Was ich allerdings vermisst habe, waren schöne Singletrails. Überhaupt gab es nur wenige Mountainbikestrecken. Da gibt es meiner Meinung nach noch großen Nachholbedarf.
Die Region ist so reizvoll, doch Mountainbiker werden ja nur dann angezogen, wenn es auch ein paar anspruchsvolle Touren gibt. Mich hat das jetzt nicht so sehr gestört, fast ausschließlich Schotter und Asphalt zu fahren, für eine Woche war das in Ordnung, aber ein zweites Mal würde ich meinen Mountainbike-Urlaub wahrscheinlich nicht am Hochkönig verbringen. Aber vielleicht bin ich ja selbst schuld. Wäre ich bei einer der Mountainbike Touren mitgefahren, dann hätte ich vielleicht auch die Singletrails bekommen.
Autor: Andreas W./ Unna