Mit dem Mountainbike zum Dachstein
Als ich mir letztes Jahr über den MTB Onlineshop ein neues Bike holte, wollte ich dies natürlich so schnell wie möglich auch für eine Tour nutzen. Immer auf der Suche nach MTB News, kam ich schließlich dazu, eine Tour durch das Dachsteinmassiv zu planen und dies auch noch sehr kurzfristig. Übernachten wollte ich auf Bauernhöfen und die Natur einfach nur genießen. Doch mein Plan ging nicht ganz auf, denn zwei Tage musste ich mich letztlich in einem Hotel einmieten.
Die geplante Tour fing ich in Annaberg an und machte mich von hieraus über Rußbach nach Bad Goisern. Die Herausforderung des Tages war der Hornspitz mit 1.400 Metern Höhe. In Bad Goisern besuchte ich dann noch das Erlebnismuseum und fand dann auch tatsächlich ein Nachtlager auf einem Bauernhof. Der nächste Tag führte mich nah Bad Aussee und anschließend nach Gröbming. Die Strecke verlangte mir einiges ab und die steilen Felswände und die wildromantischen Straßen faszinierten mich, doch auf halber Strecke fing es an, wie aus Eimern zu schütten und ich erreichte Gröbming nass und durchgefroren, sodass ich mir ein Hotelzimmer nahm, da ich keine Lust auf die Suche nach einem Schlafplatz hatte. Am nächsten Morgen hatte ich Fieber und schreckliche Gliederschmerzen, was für mich bedeutete, noch zwei Tage in meinem Hotelzimmer in Gröming zu verbringen, bevor ich wieder fit genug war, mich auf mein Bike zu schwingen.
Dann konnte es endlich weitergehen nach Annaberg, vorbei am Eispalast von Schladming. Von Annaberg aus fuhr ich weiter nach Hintersee. Am nächsten Tag ging es nach Strobel/St. Wolfgang. Da die Etappe relativ kurz war, hatte ich genügend Zeit das Flair des Wolfgangsees zu genießen und mir einen schönen Tag am Seeufer zu machen. Von Strobel aus fuhr ich dann wieder zurück nach Annaberg, wo ich mir noch zwei Tage Wellnessurlaub gönnte. Die Tour an sich war schön, doch auf die Zwangspause hätte ich gut und gerne verzichten können. Lehrreich war die Erfahrung trotzdem, denn wer mit dem Bike unterwegs ist, der sollte sich immer einen flexiblen Zeitrahmen setzen.
Autor: Ferdinand P./ St.Gilgen