Mit dem Mountainbike am Fichtelberg
In den Mountainbike News hatte ich etwas zum Technik- und Downhilltraining gelesen und da hat es mich so gereizt, das alles auch mal auszuprobieren und umzusetzen, dass ich mein Bike in den Kofferraum gepackt habe und zum Fichtelberg gefahren bin. Oben auf dem Berg ging es dann los: Sattel tiefer gestellt, Gabel auf, in die Clicks rein und ab die Uschi, die Piste runter.
Handschuhe hatte ich natürlich an, und selbst meinen Rückenprotektor hatte ich umgeschnallt. Ich wusste ja nicht, was mich erwarten würde. Von unten sah die Skipiste gar nicht so spektakulär aus. Doch schon nach den ersten 50 Metern Downhill hatte es mich das erste Mal zerbröselt. Das Gras war so hoch, dass ich eine Wasserrinne nicht sah und mit dem Vorderrad da richtig schön eingetaucht bin. Wie Supermann bin ich über meinen Lenker geflogen. Das sah bestimmt geil aus – an mir war jedenfalls noch alles dran. Also bin ich wieder aufgestiegen und weitergefahren.
Doch jetzt bin ich vorsichtiger gewesen. Ich habe schön gleichmäßig Zug auf die Bremsen ausgeübt. Und wenn sie doch mal blockiert haben, dann habe ich sie kurz geöffnet und dann wieder geschlossen, schön gleichmäßig. Meinen Körperschwerpunkt habe ich soweit nach hinten verlagert, wie es nötig und wie überhaupt möglich war. Also lag ich ab und zu mit dem Bauch auf dem Sattel. Ich weiß nicht, wie viel Prozent Gefälle die Piste überhaupt hatte, doch irgendwann hatte sie zuviel, um die Geschwindigkeit noch steuern zu können.
Da bin ich freiwillig abgestiegen. Doch mein Mountainbike ist weitergefahren. Es fuhr und fuhr und fuhr und überschlug sich dann irgendwann. Der Umwerfer war völlig verbogen, da konnte ich mir anschließend einen neuen kaufen. Das trübt die Erinnerungen an den Tag ein bisschen ein. Aber sonst war das eine gute Erfahrung. Skipisten kann ich nur empfehlen. Im Winter mit dem Ski und im Sommer mit dem Mountainbike.
Autor: Maik F./ Neubau