Die Insel Rhodos – da war die Luft plötzlich raus


Zusammen mit meinen Geschwistern Flo und Tom ging es, nach einigen Deutschland-Touren, endlich einmal weiter weg. Wir entschieden uns, nach einem Tipp durch das Mx Portal für eine Cross Tour auf der Insel Rhodos. Nach Meinung des Portals ist die Reisezeit Mai optimal dafür. Die Temperaturen liegen zu der Jahreszeit bereits bei fast 30 °C. Das Wasser fand ich allerdings noch etwas kalt, aber erfrischend. Die gebuchte Hotelanlage lag am südlichen Teil der Insel. Der Flughafentransfer ging mit dem Bus. Mittels Miet-Enduros, wir sind dem Endurosport ja sehr angetan, besichtigten wir die Stadt Rhodos. Wir hatten uns für drei TT 250 von Yamaha entschieden, die kannten wir von zu Hause und auch der Zustand war nach einer Probefahrt für die Verhältnisse ok. Wenn auch für 40 Euro am Tag kein sonderliches Schnäppchen.


Lohnenswert sind vor allem auch noch Lindos und die kleine Halbinsel Prassonissi ganz im Süden. Wir konnten die Insel komplett umfahren. Der komplette Westteil der Insel ist eher dünn besiedelt und für das Motocross Bike ideal. Abgelegen von den ausgebauten Straßen findet man jedoch oft nur Schotterwege, doch das störte uns nicht. Aber der Schreck folgte sogleich. Mein Bruder zog sich einen erheblichen Reifenschaden zu. Wir mussten Hilfe holen, die zum Glück durch die geplante Tour auch schnell vor Ort war. Doch wir ließen uns nicht aufhalten. Unbefestigtes Gelände macht das Motocross Erlebnis ja erst richtig schön. Tankstellen sind ausreichend vorhanden, doch sollte man mit einem vollen Tank losfahren. Man erlebt ja viel.


Ich war heilfroh, dass wir uns für so eine kleine MX Maschine entschieden hatten, denn ich war, wie ich feststellen musste, leicht untrainiert. Mit diesen machte es einen Heidenspaß, quer über die Insel über Schotter, Geröll, kleinere Abhänge und Aufstiege durch die Wälder zu düsen.


Die Straßen sind vom Zustand her überwiegend gut, doch man sollte vorausschauend fahren. Die Beläge sind durch die geringen Niederschläge oft sehr schmierig. Sand, Schotter und Staub findet man auf den kurvigen Straßen sehr oft. Ebenso muss man auf freilaufende Tiere, wie Hunde und Ziegen achten, die laufen einfach so herum. Ebenso sollte man sich die einheimischen Autofahrer vom Hals schaffen, die nehmen selten Rücksicht und haben auch kein Problem zu drängeln. Tempobegrenzungen werden selten eingehalten. Erkundigt man sich nach Motocross Termine, kann man mit Glück auch an geführten Moto Touren teilnehmen.


Autor: David D./ Berlin



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